Shenja (Eugen) Ruge

Tue, 2011-10-11 13:32 by daniel michna

Hallo Leute! Erinnert ihr euch noch an Shenja? Ich habe mit ihm Musik gemacht und Birgit ging mit ihm zur Schule. Jetzt hat er den "Deutschen Buchpreis bekommen!!! War oft bei ihm zu Hause in der Domstraße.

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Der Senkrechtstarter

Eugen Ruge hat den Roman seiner Familie geschrieben. Mit dem Kandidaten für den Deutschen Buchpreis sprach Karim Saab.

MAZ: Herr Ruge, wie exotisch kommen Ihnen heute die Erfahrungen vor, die Ihre Eltern und Großeltern in der kommunistischen Welt gemacht haben?

Eugen Ruge: Immer exotischer. Direkt nach dem Fall der Mauer hatte ich das Gefühl, dass alles, was mit der DDR zusammenhängt, ziemlich grau und langweilig ist, und dass ich darüber nicht schreiben kann. 1992 habe ich dann ein Kapitel über meine Großmutter zu Papier gebracht. Später habe ich es mit einem Theaterstück versucht: Die „Babelsberger Elegie“ wurde 1997 am Magdeburger Theater uraufgeführt. Aber der Rahmen eines Theaterstücks war zu eng, um den Stoff darin unterzukriegen. Als dann Ende 2006 mein Vater starb, war ich mit seinem Nachlass konfrontiert. Mit ihm war die letzte starke Figur meiner Familie verschwunden und ich fühlte mich nun frei, die Romanfiguren einerseits an die Vorbilder anzulehnen, andererseits aber auch von der Wirklichkeit abzuweichen. Aber meine Großeltern haben, anders als im Buch, den Oktober 1989 gar nicht mehr erlebt. Mein Stiefgroßvater ist zehn Jahre früher gestorben.

Sie selbst sind 1988 „illegal“ in den Westen gegangen. Wo ist Ihre persönliche Wut hin?

Ruge: Die ist verraucht und aufgehoben in dem Text. …

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichtes. Rowohlt, 432 Seiten, 19,95 Euro.

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Hans-Georg's picture

Sein Vater

Sat, 2011-10-22 10:24 by Hans-Georg

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit seinem Vater, dem Historiker.

Wir sprachen lange und eingehend über geschichtliche Alternativen, mit der Quintessenz, dass die Frage: "Was wäre, wenn?" in der Geschichtsforschung sinnlos ist, weil es immer so viele Einflussfaktoren gibt, dass man sie nicht beantworten kann. Und selbst, wenn man sie beantworten könnte, hätte die Antwort keine sinnvolle Aussage.

Das ist mir gut im Gedächtnis geblieben.

[Ich habe den Artikel oben gekürzt, aber dafür den Link auf die Zeitungsseite eingesetzt, um das Urheberrecht zu wahren. Manchmal kann es da sonst Schwierigkeiten geben.]

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